Neue Studie des Fraunhofer Instituts für Bauphysik: "Atemwegserkrankungen durch Schimmelpilze in feuchten Wohnungen "

(erschienen 01/2017):

"Atemwegserkrankungen - verursacht durch feuchte Wohnungen - kosten 82 Mrd. Euro/Jahr"

Neue Broschüre "Wohngesund Bauen und Renovieren"

(erschienen 11/2016):

Auf der Seite des Online-Baustoffhändlers BENZ24.de ist eine umfangreiche Bröschüre zum Thema Wohngesundheit erschienen.
Ab Seite 87 beschreiben wir in einem eigenen Beitrag, wie ein Schadstoff-Check bei Gebrauchtimmobilien der Gesundheitsvorsorge dient und Folgekosten spart.

Unser Raumluft-Check Holzschutzmittel & PCB im Fachartikel:

Fachzeitschrift Der Bauschaden - Ausgabe Dez. 2013/ Jan. 2014, S. 38:
"Eingebautes Risiko"
 

weitere News:

  • für unser Raumluft-Checks wurden neuartige Miniaturpumpen entwickelt, mit denen Raumluftproben zuhause oder im Büro einfach selbst genommen werden können, was bis jetzt nur durch kostenaufwendige Anfahrt eines Messtechnikers möglich war.
  • ab Februar 2013 bieten wir neue Material-Checks für Asbest und Haussschwamm (holzzerstörende Pilze) an. Die Untersuchungssets mit Rücksendebox sind in unserem Online-Shop bestellbar und im Bedarfsfall schnell verwendbar. Praktisch auch für Bausachverständige bzw. Architekten, die Materialproben zur Untersuchung einsenden müssen. Es erfolgt eine Bewertung mit Handlungshinweisen zur Sanierung/Entsorgung.
  • neuer Online-Shop, jetzt direkt mit Paypal bezahlen und schneller bestellen
  • neue Raumluft-Checks, die einen Schadstoff-Check für Alt- oder Neubauten vereinfachen
  • Schnelltest für besonders toxische Schimmelpilze
  • (unser Schimmel-Check für Oberflächen)

Beiträge in den Medien über unsere Laborleistungen:

MDR-Fernsehen | hier ab vier | Mit Rat & Tat | 03.01.2006 | 17:30 Uhr

  • Im Test: Schimmelpilze
    Muffiger Geruch, dunkle Flecken an den Wänden, Feuchtigkeit im Raum - ein Problem in vielen Wohnungen. Der Verdacht: Gefährliche Schimmelpilze stecken dahinter. Mittlerweile werben mehrere Anbieter mit ihren "Schimmeldetektiven". Doch helfen die tatsächlich weiter?

Seit Melanie P. eingezogen ist, hat sie immer wieder gelbe und dunkle Flecken im Bad. Jetzt, wo ihr Baby unterwegs ist, will sie wissen, ob dahinter gefährlicher Schimmel steckt. Vier "Schimmeldetektive" hat sie für uns getestet. Baubiologe Heiko Schützhold nahm Vergleichsproben und überwachte den Test. Er fand fünf verschiedene Schimmelsporen in Bad, Schlaf- und Wohnzimmer - Alle ungefährlich und in geringer Dosis.

Als Erstes: Der Schimmeldetektiv von "Knauf" aus dem Baumarkt für 13 Euro. Vier Luftproben konnte Melanie nehmen - drei in der Wohnung und eine als Vergleichswert von Außen. Nach zwei Wochen sollte sie das Ergebnis selbst auswerten. Melanie P.: "Bringen tut er mir nichts. Ich sehe nur, dass sich viel Schimmelpilz gebildet hat, aber ich kann damit nichts anfangen." Der Experte war entsetzt! Ohne mikrobiologische Analyse lässt sich gar keine Aussage treffen, so der Spezialist.

Als nächstes der Test aus der "Apotheke" für 42 Euro - nur eine Fangschale! Melanie konnte also nur in einem Zimmer testen - außerdem fehlte der Vergleich mit der Außenluft. Das Labor-Ergebnis: Alle fünf Pilzarten wurden gefunden. Die Gefahr wurde allerdings überschätzt!

Heiko Schützhold: "Gut finde ich an dem Test, dass er farbig dargestellt ist: Rot, grün und gelb. Nicht gut finde ich das Darstellen von Krankheitserscheinungen." Denn gefährlich dargestellt sind Cladosporium-Arten und Penicilline. Die gefunden Unterarten sind aber harmlos.

Als Drittes: "Stiftung Warentest" für 47 Euro. Ebenfalls nur eine Fangschale. Von fünf Pilzen wurden nur zwei gefunden, immerhin wurde die Gefahr richtig eingeschätzt.

Melanie P.: "Es war ein kurzer Text, da stand drin, dass die Belastung sehr gering ist, und dass es nicht unbedingt gefährlich ist. Damit kann ich was anfangen. Das hätte ich so für mich ad acta gelegt und dann wäre die Sache mit den Schimmelpilzen für mich erledigt gewesen."

Heiko Schützhold (Baubiologe): "Also eine Platte für den ganzen Test, halte ich für absolut zu wenig. Genauso wie, dass die Beprobung der Außenluft nicht durchgeführt wurde."

Zum Schluss: Der Test vom Mikrobiologischen Labor "Dr. Drexler & Dr. Fecher" für 64,50 Euro (Schimmel-Check). Vier Schalen ließen einen umfangreichen Test zu. Das Ergebnis: Vier von fünf Pilzen wurden gefunden, deren Gefährlichkeit richtig eingeschätzt und zusätzlich gab es noch eine Handlungsempfehlung.

Fazit: Einzig der teuerste Test vom Mikrobiologischen Labor "Dr. Drexler & Dr. Fecher" konnte wirklich überzeugen! Ein Gutachter vor Ort würde übrigens 200 bis 250 Euro kosten.

  Zeitungsartikel "Versteckt im Staub"

Die genaueste Prüfung der Luftqualität in Wohnräumen ist die Analyse des Hausstaubs.
Dort und in der Raumluft findet man Umweltgifte und Schimmel


Von Kai Althoetmar

Auszug aus einem Artikel des Tagesspiegel, Berlin erschienen am 04.03.2005

Schimmel, Lösemittel und andere Gifte in Wohnräumen machen krank, ihre Beseitigung ist oft teuer. Betroffene leiden meist an Reizungen der Augen und Atemwege, trockener oder geröteter Haut, Geruchs- und Geschmacksstörungen, Müdigkeit und Kopfschmerzen. Die Stiftung Warentest rät, immer einen Arzt zu Rate zu ziehen. „Vor allem, wenn die Beschwerden gehäuft und nur in der Wohnung oder in einem bestimmten Zimmer auftreten und anderswo – etwa bei Wochenendausflügen oder im Urlaub – nachlassen, sollten Sie sich auf die Suche nach möglichen Schadstoffquellen begeben“, schreibt „test“. In Frage kommen Lösemittel, Pestizide und andere giftige oder schwer abbaubare Chemikalien. „Leicht flüchtige“ Chemikalien wie Lösemittel entweichen schneller als „schwer flüchtige“ Stoffe wie Holzschutzmittel, die sich mit dem Hausstaub in der Wohnung verteilen.

Lösemittel gelangen vor allem durch Quellen von innerhalb des Gebäudes in die Innenraumluft. Manchmal werden sie auch von außen eingetragen. Enthalten sind sie meist in Bau-, Kunststoff- und Isoliermaterialien, Wandverkleidungen, Lacken, Klebern und Bodenbelägen. Auch viele Lacke, Kleber und Verdünner verursachen Lösemittelbelastungen. Beim Kauf sollte man auf umweltfreundliche und schadstoffarme Produkte achten. Weiter raten die Warentester: „Der Raum, in dem Farben, Lacke und Verdünner lagern, sollte zu den Wohnräumen gut abgedichtet sein, ansonsten können Lösungsmittel eingetragen werden.“ Eine Belastung sind oft auch neue lackierte oder verklebte Möbel.

Als besonders problematisch gelten Baukastenmöbel, deren Einzelteile in der Fabrik luftdicht verpackt und erst zu Hause zusammengebaut werden. Andere Ursachen für belastete Raumluft können Tabakrauch, Duftspender und Raumluftsprays sein, außerdem chlorierte Kohlenwasserstoffe, die aus Spezialreinigern für Marmor- und Steinfußböden entweichen, sowie Lösemittel, die in chemisch gereinigten Kleidern stecken.

Manche Wohngifte sind in der Raumluft kaum noch nachweisbar, im Hausstaub dagegen schon. „So ist die Messung einiger Schädlingsbekämpfungsmittel in der Innenraumluft schon mehrere Tage nach der Anwendung nicht mehr möglich, wohl aber im Hausstaub“, schreibt die Stiftung Warentest. Im Hausstaub lagern sich Bestandteile von Insektensprays, Holzschutzmittel, Weichmacher und Flammschutzmittel. Selbst verbotene Substanzen wie PCB, PCP und DDT können in vielen Fällen im Staub nachgewiesen werden. Ursachen sind oft Balken und Bretter in Altbauten, die mit chlorierten Pestiziden behandelt wurden, umweltschädliche Kitte, Fugendichtungen und Platten oder etwa Weichmacher in PVC-Böden, -Folien und -Tapeten.

Wer Wohngiften auf die Spur kommen will, muss nicht sofort teure Gutachter ins Haus holen.
.....Das „Institut für Analytik und Beratung“ im hessischen Groß-Umstadt zum Beispiel verlangt für einen Raumluft-Check (VOC/Lösemittel) 76 Euro.
Der Besteller schickt die selbst genommenen Proben ein und erhält zwei Wochen später per Post eine Analyse. Schimmel-Test und Formaldehyd-Check kosten jeweils 39,50 Euro. Zum gleichen Preis kann man auch das Warmwasser auf Legionellen testen lassen. Hinzu kommen 6,50 Euro Versandkosten. Wer mehrere Räume untersuchen will, braucht entsprechend auch mehrere Tests. Die Probesets können auch direkt über das Internet bestellt werden. „Wir bekommen dabei oft Proben mit Wasser aus schwermetallhaltigen Rohrleitungen. Im Winter häufen sich vor allem die Probleme mit Schimmel“, sagt Institutschemiker Dr. Christoph Drexler.

Schimmel bildet sich, wenn Feuchte sich an kühlen Stellen wie Fensterlaibung, Außenecke oder Decken oder hinter Bildern, Vorhängen und Möbeln sammelt. Zu erkennen ist der gelbe oder schwarze Pilz bereits am muffigen Geruch. Stoßweises Lüften mit ganz geöffnetem Fenster ist der beste Weg, Schimmel zu vermeiden und Heizkosten zu sparen. Faustregel: Ein paar Mal am Tag ein paar Minuten lang quer durch die Wohnung oder das Haus lüften. Die relative Feuchte sollte 50 bis 60 Prozent betragen. Eine gute Wärmedämmung hilft Schimmel vermeiden. Den ganzen Wintertag ein Fenster auf Kippe zu stellen, kostet viel Heizenergie. Dringt zu lange kalte Luft ein, die über den Fühler eines Thermostatsventils strömt, kann sich dessen Frostschutz aktivieren. Dann öffnet sich das Ventil, und man heizt förmlich zum Fenster raus.

Die Kunden von Drexlers Institut erhalten neben der Analyse auch Tipps zur Schadensbekämpfung. Adressen von Fachfirmen erfährt man meist beim Gesundheitsamt oder der örtlichen Verbraucherberatungsstelle. Generell gilt: Deuten Laborberichte auf starke Wohngifte hin, ist die Investition in die Beseitigung unvermeidbar, erst recht, wenn Kranke oder Kinder im Haus leben. Mieter können sich beim Vermieter meist schadlos halten – es sei denn, sie haben den Schaden selbst verursacht, zum Beispiel durch falsches Lüften. Sichtbare Schäden sollten Mieter immer fotografisch dokumentieren.

(Auszug aus "Der Tagesspiegel", http://www.tagesspiegel.de/zeitung/versteckt-im-staub/590010.html)